Über ZSOES

Nachdem bereits im Jahr 2000 an der Universität Graz der strategische Schwerpunkt „Südosteuropa“ verankert worden war, wurde im November 2008 das Zentrum für Südosteuropastudien als „Kompetenzzentrum Südosteuropa“ gegründet. Im März 2012 wurde das Kompetenzzentrum Südosteuropa in Zentrum für Südosteuropastudien umbenannt. Das Zentrum dient als überfakultäres und interdisziplinäres Forschungs- und Weiterbildungszentrum mit dem Ziel, den vielfältigen Forschungs- und Lehraktivitäten an allen Fakultäten der KFUG über, mit und in diesem Raum eine organisatorische Plattform für zukünftige gemeinsame, interdisziplinäre Projekte zur Verfügung zu stellen. Von Beginn an war es auch eine Aufgabe des Zentrums - neben seiner wissenschaftlichen Arbeit als Informations- und Dokumentationszentrum - als Anlaufstelle zu dienen, um den Medien und allen Interessierten kritisch aufbereitete Informationen über politische, rechtliche, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklungen im Raum Südosteuropa zur Verfügung zu stellen.

Daher hat das Zentrum für Südosteuropastudien stets einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit auf die Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Um Südosteuropa auch einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, organisiert das Zentrum regelmäßig öffentliche Vorträge und Diskussionsveranstaltungen zu aktuellen Themen, oft auch in Kooperation mit der Europaabteilung des Landes Steiermark („Südosteuropa Akademie“, „Café Europa“).

Ein erster Erfolg und gleichzeitig eine Anerkennung der langjährigen Südosteuropakompetenz der KFUG war die Übergabe des Archivs des Stabilitätspaktes an das Zentrum durch Dr. Erhard Busek, den früheren Koordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa, gleich nach Gründung des Zentrums, das damit der Forschung zugänglich gemacht werden sollte.

Bereits während der Gründungsphase wurde mit zahlreichen westeuropäischen (LSE London, Universitäten Frankfurt und Köln) und südosteuropäischen Partnern (Universitäten Sarajevo und Prishtina sowie dem Menschenrechtszentrum Belgrad und der Europäischen Akademie Bozen) im Rahmen des 6. EU-Rahmenprogrammes ein Forschungsprojekt zu „Human and Minority Rights in the Life-Cycle of Ethnic Conflicts“ (MIRICO) vom Grazer Team durchgeführt. Ein weiteres, vom Zukunftsfonds der Republik Österreich finanziertes Projekt „Minderheiten in Mitteleuropa“ (MIMI), mit Partnern aus der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Italien, wurde 2010 abgeschlossen. Weiters wurden mit den Universitäten Skopje/Mazedonien und Prishtina/Kosovo gemeinsame Tempus-Projekte durchgeführt.

Neben der Lehre im Regelstudium werden vom Zentrum für Südosteuropastudien ein Joint PhD in Diversity Management (gemeinsam mit den Universitäten Bologna, New Bulgarian University Sofia und der Universität Primorska, Slowenien) sowie ein Joint Master in South East European Studies (gemeinsam mit den Universitäten Belgrad, Skopje und Zagreb sowie einer Anzahl von Mobilitätspartnern in ganz Europa) organisiert und durchgeführt.

Seit 2010 werden die „Balkan Academic News“, eine Mailing Liste mit über 5000 Mitgliedern weltweit, vom Zentrum für Südosteuropastudien betrieben. Gegründet 1999 von Florian Bieber dient Balkan Academic als Netzwerk und Verteiler von akademischen Informationen zum Balkan.

Im Oktober 2011 übernahm Univ. Prof. Dr. Florian Bieber die Leitung des Zentrums vom Zentrumsgründer Univ. Prof. Dr. Joseph Marko. Ein interdisziplinäres Team von Juristen, Politikwissenschaftlern und Historikern hat von Beginn an eine Vielzahl von wissenschaftlichen Artikeln in internationalen Fachzeitschriften, Sammelwerken und Monographien zu relevanten Themen für und über Südosteuropa publiziert. Mit der Durchführung von zwei großen internationalen Konferenzen gelang es dem Zentrum für Südosteuropastudien sowohl internationale Wissenschaftler als auch die interessierte Öffentlichkeit anzusprechen.

Für weitere Informationen siehe:

Performance Record: https://online.uni-graz.at/kfu_online/webnav.navigate_to?corg=20462&cper...
Activity Report 2008-10: http://www.suedosteuropa.uni-graz.at/en/publication/activity-report-2008-10
Activity Report 2010-11: http://www.suedosteuropa.uni-graz.at/en/publication/activity-report-2010-11