SÜDOSTEUROPA UND DIE UNIVERSITÄT GRAZ

Intensive Forschung, prononcierte Lehre und zugkräftige Kooperationen charakterisieren die Beziehungen zwischen der Universität Graz und Südosteuropa, die sich in einem gesamtuniversitären Schwerpunkt "Südöstliches Europa" bündeln. Der Schwerpunkt auf das südöstliches Europa an der Universität Graz entspringt der geografischen Lage, den engen historischen Beziehungen zur Region und nicht zuletzt den tausenden Studierenden aus dem südöstlichen Europa, die an der Universität studieren oder studiert haben.

Der Fokus der Universität Graz auf den südosteuropäischen Raum fußt auf einer langen Tradition – war doch Graz mit seiner Universität „immer schon“ ein Hauptanlaufpunkt, Studienort und eine Forschungsstätte für/über/ von Südosteuropa .Viele namhafte Persönlichkeiten aus Südosteuropa lehrten bzw. studierten an der Universität Graz, von Ivo Andrićs, dem Literaturnobelpreisträger bis zu Ljudevit Gaj, dem Begründer der Illyrischen Bewegung. Das bereits 1871 gegründete Institut für Slawistik der Universität Graz zählt zu den ältesten im deutschen Sprachraum. Diese spezifische Ausrichtung nach Südosteuropa ist auch heute noch ein besonderes Merkmal der Universität Graz.

Seit der Verankerung „Südosteuropa“ als strategischer Schwerpunkt der Universität haben sich vielfältige Kontakte und neue Forschungs- und Lehrvorhaben entwickelt. So bietet die Universität drei Lehrgänge mit einem spezifischen Südosteuropabezug an: LLM in Southeast European Law and European Integration und zwei Joint Degree Masterprogramme zur Geschichte des südöstlichen Europas und in Südosteuropastudien.

Neben dem Zentrum für Südosteuropastudien besteht auch die Abteilung für Südosteuropäische Geschichte im Rahmen des Institutes für Geschichte, das Institut für Slawistik, Südosteuropaschwerpunkte an der katholisch-theologischen und rechtswissenschaftlichen Fakultät sowie zahlreiche weitere Institute mit engen wissenschaftlichen Kontakten zu Südosteuropa.